www.alexandergroos.de

Bild D.Sharanov: Karakorum Expedition / Baltoro Gletscher
  • Mein Profil
  • News
  • Presse
    • Radio
      • Radio Siegen 31.05.2010
      • Radio NRW 31.05.2010
      • Radio Siegen 09.07.2010
    • Zeitung
      • Westfälische Rundschau 22.01.2008
      • Siegener Zeitung 22.05.2010
      • Siegener Zeitung 17.07.2010
      • Siegerland Kurier 10.10.2010
      • Berliner Zeitung 14.03.2011
  • Bilder
    • Karakorum Expedition 2010
      • Fotos von Alexander Groos
      • Fotos von Dmitry Sharanov
    • Südosteuropareise 2010
    • Bergwaldprojekt März / April 2011
    • Amsterdam April 2011
    • Biogeographie-Exkursion Harz
    • Mercedes Benz Sternstunden
    • Rhodopen (Bulgarien) 2011
    • Tour des Combins September 2011
    • Lai da Von New Year's Eve 2012
  • Videos
    • Karakorum Expedition 2010
  • Freunde
  • Kontakt
Hauptmenü
  • Startseite
  • Karakorum Auswahlcamp
  • Karakorum Expedition
  • Pakistan
  • Südosteuropareise
  • Südpol-Expedition Auswahlcamp
  • Bergwaldprojekt
  • Tour des Combins

Südpol-Expedition Auswahlcamp

PostDateIconMittwoch, den 22. September 2010 um 12:09 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Alexander Groos | Drucken | E-Mail

Südpol-Expedition Auswahlcamp

Dasing, 21. und 22. August 2010

Als ich Mitte Agust mit Simon Hadlich (www.simoncolumbus.com) aus Istanbul zurückgekommen bin, wollte ich mich auf der Internetseite des ZDF über die Flutkatastrophe in Pakistan informieren und bin dabei darauf gestoßen, dass im Winter 2010/2011 vom ZDF und ORF aus eine Expedition zum Südpol durchgeführt wird und dafür noch zwei Teilnehmer gesucht werden, die dass deutsche Vierer-Team um die Prominenten Markus Lanz und Joe Kelly ergänzen sollten. Diese Expedition findet in Gedenken an die beiden Polarforscher Amundsen (Norwegen) und Scott (Großbritannien) statt, die 1911 als erste Menschen am Südpol waren. Das deutsche Team wird demnach einen Wettkampf gegen das österreichische Team vom ORF bestreiten, um zu ermitteln, wer am schnellsten die lange Strecke durch die Antarktis bei eisigen Temperaturen bis zum Südpol zurücklegen wird.

Ich entschloss mich kurzfristig, eine Bewerbung zu schreiben und wegzuschicken. Zwei Tage später bekam ich die unfassbare Nachricht, dass ich zu den letzten 60 Teilnehmern gehörte, die aus über 5000 Bewerbern für die erste Auswahlrunde vier Tage später in Dasing in der Nähe von Augsburg ausgewählt worden seien.

Am Samstagmorgen traf ich pünktlich auf einer riesigen Wiese in Dasing ein, wo das komplette Auswahlcamp an diesem Wochenende stattfinden sollte. Wir 60 Teilnehmer mussten uns registrieren und wurden anschließend in sechs Zehnergruppen aufgeteilt, wobei das „Team-Weiß“, zu dem ich gehörte, nur aus acht Mitgliedern bestand, da nicht alle 60 Eingeladenen erschienen waren.

Zu meinem „internationalen“ Team gehörten Alex (nach Deutschland eingewandert aus Südafrika), Anni (vor vier Jahren aus Chile nach Deutschland gekommen), Werner (in Spanien lebender Deutscher), Elke aus Erfurt und Anke aus Frankfurt am Main. Komplettiert wurden wir durch die Extremsportlerin Sunny Seecamp (runny-sunny.de) aus Hilchenbach, die ich aus welchem Grund auch immer noch nicht kannte, obwohl sie nur 10km von mir entfernt wohnt und schon öfters Artikel über sie in der lokalen Presse erschienen sind. Was für ein Zufall! :)

Bis zum späten Abend verlief der Samstag überraschend entspannt ab, womit von uns niemand so wirklich gerechnet hatte. Während wir die ganze Zeit von Kameras beobachtet wurden, standen zunächst einige trickreiche teambildende Aufgaben an. Anschließend musste jedes Team einen kurzen Fernsehwerbespot für die Südpol-Expedition inszenieren. Die albernen zu Verfügung gestellten Requisiten wie ein Säbel, Clownsperücke, Tröte usw. ließen allerdings schon vermuten, auf welchem Niveau dies ablaufen sollte. Ich spielte in unserem Werbespot einen Eisbären und sah einfach nur schräg aus, um es neutral auszudrücken. Ich kann mir nur wünschen, dass diese Bilder nicht irgendwann im ZDF ausgestrahlt werden, auch wenn es an sich eine lustige Geschichte war! :)

Die erste etwas anstrengendere Aufgabe fand danach statt. Jedes Team musste mit einem GPS einen bestimmten Ort im Wald finden, dort aus einem losen Seil durch eine geniale Technik nach Anleitung eine Trage bauen, auf der ein Teammitglied zurück zu unserem Veranstaltungsplatz getragen werden musste.

Damit wir für die Nacht eine Schlafunterkunft hatten, musste jedes Team nur mit Hilfe einer Plane und Schnüren mit etwas Einfallsreichtum im angrenzenden Wald ein eigenes Zelt aufbauen. Unser Zelt war zwar nicht vollkommen verschlossen, sah aber dennoch sehr gemütlich aus.

Als wir dann nachmittags dachten, der kräfteraubende Teil würde (endlich) anfangen, gab es die nächste riesengroße Überraschung! Jedes Team musste auf einer offenen Feuerstelle aus allen Zutaten, die uns zur Verfügung gestellt wurden, ein drei Gänge-Menü kochen, das abschließend von Markus Lanz und Joe Kelly, die wir in der Zwischenzeit kennengelernt hatten, bewertet werden sollte. Nach über zwei Stunden war ich wirklich überrascht, was wir mit einfachen Hilfsmitteln zu Stande gebracht hatten! Es gab eine Suppe als Vorspeise, eine Gemüsepfanne als Hauptgericht, Crêpes mit Latte Macchiato sowie eine von mir ausgehölte Melone, die mit frischem Obst ausgefüllt war, als Nachspeise. Unser Gericht stieß bei den beiden Prominenten auf viel Zustimmung. Die Fernsehsendung „Markus Lanz Kocht“ lässt grüßen... :)

Während wir dann selber unsere Mahlzeit bei Lagerfeuerstimmung verspeisten kam Joe Kelly zu uns, um ein paar Kurzgespräche zu führen. Dabei erfuhr ich, dass ich mit Abstand der jüngste Teilnehmer war.

Als der Verdauungsvorgang abgeschlossen und unsere Outdoor-Küche wieder aufgeräumt war, fing der harte Belastungstest erst an. Es war mittlerweile 23:00 Uhr.

Jedes Team musste für die nächsten Stunden auf der riesigen Wiese immer im Kreis ohne Unterbrechung unterwegs sein und einen Traktorreifen ziehen, der nicht gerollt oder getragen werden durfte sondern immer flach auf dem Boden liegen musste. Darüberhinaus mussten wir einen 10kg Wasserkanister schleppen, der nie in Kontakt mit dem Boden kommen sollte. Insgesamt also so um die 40kg. Ein Gruppenmitglied musste immer pro Runde aussetzen und die Feuerstelle des jeweiligen Teams bewachen. Da unser Team nur aus acht Mitgliedern bestand, wurde es mit der Zeit wirklich äußerst anstrengend. Diese monotone und kräfteraubende Übung dauerte bis drei Uhr nachts an... Alex und ich bewachten als erstes unser Feuer und wurden um 04:00 Uhr nachts nach einer interessanten Unterhaltung über Südafrika endlich abgelöst, sodass wir uns in unsere Schlafsäcke verkriechen konnten. Um 06:00 Uhr wurden wir sanft durch eine schrille Pfeife geweckt. Sofort standen Sprintübungen auf dem Programm. Nach etwa einer halben Stunde machten wir uns dann noch im Halbschlaf auf zum nahegelegenen Bauernhof, wo es ein frisches Morgenbad in voller Montur in einem Weiher gab, der bedeckt war mit Wasserlinsen, die danach aber wirklich überall am Körper klebten. Nach einer weiteren Stunde Krafttraining und Sprints ging es zurück zu unseren Zelten. Wäre ich nicht klatschnass und verschlafen gewesen und hätte meine Kamera, die ich leider wie alle anderen Teilnehmer auch abgeben musste, dabei gehabt, hätte ich wunderschöne Fotos schießen können. Über den Feldern in der Nähe des Bauernhofs stieg der Nebel auf und durch ihn hindurch blitzten die ersten Sonnenstrahlen. Einfach herrlich!

Da wir uns nicht duschen konnten, zog ich mir nur frische Kleidung an und frühstückte danach mit den anderen. Zum Abschluss des Wochenendes musste jedes Team noch mit Hilfe eines GPS eine zweistündige Tour durch den Wald hinter sich bringen.

Für's Fernsehen sollte dann noch jedes Team versuchen, den Jeep des Veranstalters Extreme World Races eine leichte Steigung auf der Wiese in einer Minute so weit wie möglich hochzuziehen.

Auf dem Gelände des Bauernhofs direkt neben dem Weier, den wir vom Morgen noch in guter Erinnerung hatten, gab es ein abschließendes Essen und die Bekanntgabe der zehn Finalisten, aus denen zwei Wochen später auf dem Kitzsteinhorn Gletscher die zwei entgültigen Teilnehmer ermittelt werden sollten. Es wurden sowohl fünf Männer als auch fünf Frauen ausgewählt. Zu den Finalisten gehörte als einziges Mitglied aus meinem Team Sunny aus Hilchenbach!!!

Fazit: Auch wenn die Südpol-Expedition natürlich komplett auf's Fernsehen zugeschnitten ist und Fernsehtauglichkeit ein wichtiges Kriterium, wie Markus Lanz und Joe Kelly mehrmals erklärt hatten, bei der Auswahl war, habe ich ein tolles Wochenende erlebt und viele neue Erfahrungen sammeln können, was vor allem daran lag, dass ich in einem fantastischen Team war und neue Freundschaften knüpfen konnte!!!

2011 werden mehrere Folgen zu der Südpol-Expedition im ZDF und ORF ausgestrahlt.

Mit Sunny Seecamp (runny-sunny.de) bin ich in Kontak geblieben und für die Zukunft haben wir geplant, z.B. gemeinsam an Wettkämpfen teilzunehmen.

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Senden
Abbrechen
JComments

Copyright © 2010 www.alexandergroos.de.
All Rights Reserved.

Joomla template created with Artisteer by Alexander Groos.