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Bild D.Sharanov: Karakorum Expedition / Baltoro Gletscher
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Karakorum Expedition Tag 2

PostDateIconDienstag, den 06. Juli 2010 um 14:55 Uhr | PostAuthorIconGeschrieben von: Alexander Groos | Drucken | E-Mail
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Karakorum Expedition in Pakistan 31.05. - 26.06.2010

 

Tag 2: Aufenthalt in Islamabad, Dienstag 01.06.2010

 

Die Nacht war kurz aber sehr erholsam! Um 10:30 Uhr gehe ich zum Frühstück, wo ich Mike Horn, Kobi Reichen (Bergführer aus der Schweiz), Nicholas alias „Moose“ (Kameramann aus Südafrika), Alexis (unser Organisator aus der Schweiz), Markus (IT-Techniker aus der Schweiz) und Kai (16 Jahre, Südafrika) treffe, die bereits vor uns in Islamabad angekommen sind. Nach dem Frühstück müssen wir Young Explorers unsere komplette Ausrüstung auf unserem Bett ausbreiten, sodass Mike und Alexis überprüfen können, ob wir nichts vergessen haben, was später vernab der Zivilisation unangenehme Folgen haben könnte. Das was fehlt wird notiert, damit wir es später in Islambad nachkaufen können.

Zur Mittagszeit verlassen wir mit Dmitry und Ferrah, unserer Begleiterin, die sich genauestens in Islamabad auskennt, das „Guesthouse“ und machen mit einer Art kleinem bunt bemahlten und verzierten Taxibus eine kurze Stadtrundfahrt und halten an einem Versammlungsplatz an, wo wir für Dmitrys Fotoshooting auf das Dach des kleinen Busses steigen. Mehr und mehr Einheimische kommen hinzu und schauen uns skeptisch an, was mich durch unsere Aktion nicht wirklich überrascht.

Es ist heiß und wir lernen schnell die wahre Straßenordnung auf der pakistanischen Straße kennen. Straßenschilder und Ampeln sind eine Rarität, wer am lautesten hupt hat Vorfahrt, so einfach ist das! Das wir in der brütenden Hitze (40°C) in dem kleinen Bus keinen Unfall miterleben, ist wohl dem Geschick und den schnellen Ausweichmanövern unseres Busfahrers zu verdanken. Auf der Straße sind Fahrräder, Mopeds, Autos und teilweise Fußgänger unterwegs. Für einen Außenstehenden gleicht der Verkehr einem einzigen Durcheinander, doch irgendwie löst sich jede Ansammlung von Fahrzeugen in Sekundenschnelle wieder auf. Wirklich faszinierend!

Wieder an unserem Hotel angekommen holen wir den Rest des Teams ab und fahren mit einem größeren und sichereren Bus erneut ins Stadtzentrum von Islamabad, um Geld umzutauschen, nach der fehlenden Ausrüstung in Outdoor-Geschäften zu suchen und Snacks für die anstehenden langen Wanderungen einzukaufen. In einem schicken Hotel sind wir mit Nasir Sabir, dem Inhaber von „Nasir Sabir Expeditions“, verabredet, der aus Pakistan kommt und in früheren Jahren fünf Achttausender (Mount Everest, K2, Gaserbrum II, Broad Peak, Hidden Peak) bestiegen hat. Er ist unter anderem mit Mike und auch mit Reinhold Messner befreundet. Dreimal hat er versucht den gefährlichen Nanga Parbat zu besteigen, was ihm jedoch nie gelungen ist.

Zusammen mit ihm gibt es eine Pressekonferenz vor pakistanischen Journalisten. Mike berichtet von den Zielen der Pangaea-Expedition und jeder Einzelne von uns Jugendlichen und dem Team stellt sich persönlich vor. Anschließend finden bei einem leckeren Buffet lockere Gespräche mit den Journalisten statt, die reges Interesse an unserer Expedition zeigen.

Als wir das Hotel verlassen ist es bereits dunkel. Wir fahren zu einem Lokal und gehen pakistanisch Essen. Das Abendessen schmeckt lecker, allerdings ist es so ungewohnt scharf, dass mein Kopf rot wird und mir die Schweißperlen die Stirn hinunterlaufen.

Das pakistanische Essen besteht meistens aus Reis, Chapati (eine Art dünnes Fladenbrot), Gemüse, Fleisch und gut gewürzten Soßen.

Während dem Essen holt sich Mike die einzelnen Jugendlichen zu sich und möchte von uns wissen, welche Pressearbeit wir in den zwei Wochen vor der Expedition geleistet haben.

Wir verlassen das Restaurant und fahren im strömenden Regen zurück zu unserem Hotel, wo wir von Andy und Bryan in die Übungen und Messungen eingewiesen werden, die sie in den kommenden Tagen und Wochen mit uns durchführen werden. Währenddessen sortieren Mike, Alexis, Erwan, Alex und Kobi die komplette Ausrüstung (Helme, Eispickel, Stirnlampen usw.) und verteilen sie an uns.

Daniel und ich kommen erst spät in unser Zimmer, packen noch schnell die Taschen für morgen zusammen, wenn es mit dem Flugzeug weiter in die Berge gehen wird, und legen uns um 02:30 Uhr ins Bett.

Oben links: Auf dem Weg ins Zentrum von Islamabad

Oben rechts: Unser "Hotel"

Unten links: Kai und Hugo, die beiden Jüngsten

Unten rechts: Wir packen unsere Taschen für morgen

 

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